
Warum die meisten Badezimmerheizgeräte eigentlich versagen
Seien wir ehrlich: Badezimmer sind ein Albtraum für Elektronikgeräte. Überall gibt es Dampf, Wasser spritzt ständig herum – und die Temperatur schwankt innerhalb von zehn Minuten von eiskalt bis zu Saunatemperaturen. Für eine Infrarot-Wandheizung ist das der Beginn eines Desasters. Die meisten dieser Geräte rosten schnell oder deren Heizelemente brennen viel zu schnell aus. Wir haben genug davon. Deshalb quälen wir die Heizgeräte lieber in einer feuchten, heißen Umgebung, bis sie kaputtgehen. So wissen wir genau, wo die Schwachstellen sind, bevor diese das Gerät beeinträchtigen können.
Der Kampf gegen Feuchtigkeit
Die meisten dieser Heizgeräte verwenden Quarzglasrohre mit Halogengas darin, um sofortige Wärme zu erzeugen. Doch es gibt immer einen „Schwachpunkt“ – den Verschlusspunkt, an dem die elektrischen Teile auf das Glas treffen. Das Problem: Wenn dieser Verschluss nicht perfekt ist, dringt Wasserdampf ein. Sobald die Feuchtigkeit mit einem bei 2.000 °C glühenden Heizelement in Berührung kommt, verdampft sie sofort – und das Heizgerät wird zu einem „schönen Wanddekor“. Um das zu verhindern, unterziehen wir jede Charge eines brutalen Alterungsprozesses. Wir bringen die Geräte wiederholt in Situationen hoher Feuchtigkeit und hoher Temperaturen – Hunderte von Stunden lang. Dabei suchen wir nach „Creepage-Effekten“ – also dem Moment, in dem Feuchtigkeit eine Brücke für elektrischen Strom schafft, wo dieser eigentlich nicht hingehen sollte. Normalerweise führt das dazu, dass der GFCI ausgelöst wird oder es zu Kurzschlüssen kommt.
Ein bisschen weniger Wärme gegen lange Lebensdauer
Jeder möchte natürlich die heißeste Heizung haben. Doch wenn man zu viel Leistung verwendet, entsteht enormer Druck auf das Gehäuse des Geräts. Es handelt sich dabei um ein Gleichgewichtsproblem. Wir verwenden spezielle Dichtungen sowie beschichtete Reflektoren, um Rostbildung zu verhindern. Um eine wirklich dichte Abdichtung zu erreichen, muss man vielleicht etwas an der Wärmeleistung einbüßen – vielleicht 5 %. Aber ehrlich gesagt: Ich bevorzuge gerne eine Heizung, die 5 % kühler ist, aber trotzdem ein Jahr lang funktioniert, anstatt eine Heizung, die sechs Monate lang extrem heiß ist und anschließend kaputtgeht.
Was das für Ihre Installation bedeutet
Beim Anschließen dieser Heizgeräte liegt das eigentliche „Wunder“ in den Dingen, die man nicht sehen kann – in der Innerverkleidung sowie in der Qualität der Verbindungsstücke. Wir kümmern uns darum, dass die Materialien beim Aufheizen und Abkühlen nicht verbiegen oder splittern. Wenn das Gerät unseren strengen Tests standhält, kann es sicherlich auch Ihren morgendlichen Duschkurz auskommen.