
Warum wir Infrarotlampen verwenden, um das Problem der Verzögerung in Konvektionsöfen zu beheben
Das Problem bei herkömmlichen Konvektionsheizungen ist folgendes: Luft ist einfach ein schlechter Wärmeleiter. Wenn man schon einmal ewig auf das Erreichen der gewünschten Temperatur im Ofen warten musste, weiß man genau, was ich meine. Man verschwendet dabei eine Menge Energie darauf, jeden Kubikzentimeter Luft zu erwärmen – nur damit die Oberfläche des Werkstücks die gewünschte Temperatur erreicht.
Deshalb nutzen wir 300-Watt-Infrarotlampen. Sie umgehen den „Mittelsmann“ – die Luft. Anstatt darauf zu warten, dass sich die Luft erwärmt, strahlen die Infrarotlampen ihre Energie direkt auf das Werkstück ab. Das geschieht fast sofort. Wir nennen das „Sekundärempfindlichkeit“ – man erreicht die gewünschte Temperatur innerhalb von Sekunden, nicht Minuten.
Der eigentliche Vorteil zeigt sich jedoch, wenn der Steuerkreis die Stromzufuhr unterbricht. Die Wärme stoppt fast sofort. Es kommt nicht zu dieser ärgerlichen Situation, in der der Ofen weiterhin heiß bleibt, selbst nachdem die Stromzufuhr unterbrochen wurde – dadurch muss das System wieder abkühlen. Diese ständigen Schwankungen sind es, die bei den meisten Industrieöfen zu hohen Energieverlusten führen.
Man kann diese Lampen einfach so einsetzen – aber man muss darauf achten, wo sie platziert werden. Strahlende Wärme hat eine bestimmte Richtung – sie geht dorthin, wohin man sie lenkt. Wenn die Lampen zu nah sind, verbrennt die Oberfläche des Werkstücks, bevor der Innenraum überhaupt merkt, dass er sich im Ofen befindet. Wenn sie wiederum zu weit entfernt sind, verliert man alle Effizienz. Man muss also den richtigen Abstand zwischen den Lampen und der Drehzahl des Ventilators finden, um eine gleichmäßige Wärmeverteilung zu erreichen.
Der größte Vorteil? Dadurch vergeht die Zeit schneller. Man verbringt weniger Zeit mit Warten auf das Erreichen der gewünschten Temperatur. Wenn die Produktion durch langsame Reaktionszeiten des Ofens behindert wird, ist das die Lösung. Es handelt sich dabei nicht um irgendeine „magische“ Lampe – es geht einfach darum, weniger Zeit mit laufenden Heizelementen zu verbringen. So einfach ist das.